Wir sind auf der "typischen Touristenroute" unterwegs: Hanoi, Halong Bay, Sapa, Hue und als naechstes folgt Hoi An. Hanoi hat uns nicht gefallen. In der Altstadt hat es keine Trottoirs dafuer tausende von Motorollern, die einen permanent aus dem Weg hupen. Ausserdem gibt es
zuviele Leute, die einem etwas andrehen moechten und dabei oft unehrlich sind. Ausser den Touristen ist niemand zu Fuss unterwegs und Fahrraeder scheinen sie hier auch nicht zu kennen. Wir hatten das erste Mal auf unserer Reise wirklich Pech mit unserer Hotelwahl. Unser Hotelzimmer hatte kein Wasser (obwohl wir ein eigenes Bad hatten und fliessend Wasser im Preis inbegriffen), dafuer Kakerlaken und anderes Getier im Zimmer.
Dafuer war unsere Halong Bay Tour schoen und erholsam. Wir haben eine Nacht auf einem Boot verbracht, die Kabine im Boot war viel schoener als unser Hotelzimmer und groesser als unsere Bleibe in Hong Kong.
Da wir unser China Visum verlaengert hatten, haben wir nun entsprechend weniger Zeit in Vietnam. Das Vietnam Visum beginnt nicht erst bei Grenzuebertitt zu laufen, sondern an einem zum voraus festgelegten Tag, und diesen haben wir bereits bei Ausstellung des Visums in der Mongolei festgelegt. Es bleiben uns nur 17 Tage weshalb wir versucht haben das Vietnam Visum zu verlaengern. Leider wurden wir auch hier von unserem Hotel wieder enttaeuscht, da man uns versprochen hat das Visum in 4 Tagen zu verlaengern fuer 20 USD. Als wir die Paesse abholen wollten war gar nichts geschehen und es hiess es dauert 7 Tage und kostet 60 USD. Entsprechend mussten wir unsere Route wieder umplanen um rechtzeitig an die Grenze zu kommen. Wir haben verschiedene Agenturen abgeklappert um eine Auskunft zu erhalten wie lange denn nun die Verlaengerung dauert, doch alle sagen was anderes und es ist uns zu unzuverlaessig unsere Paesse jemandem anzuvertrauen und zu warten was dann geschieht. Also versuchen wir nun bis am 2. Dezember an die Grenze von Kambodscha zu gelangen, solange haben wir unser Visum noch.
Vietnam ist im Vergleich zu Russland, der Mongolei und China viel touristischer und man merkt, dass die Einheimischen es gewohnt sind mit Touristen umzugehen. Es hat einige Reisegruppen unterwegs, darunter viele Franzosen. Mit englisch oder franzoesisch kommt man wunderbar durch und auch die Speisekarten sind immer uebersetzt. Das macht es einfacher zu reisen, doch ist es schwieriger wirklich das Land kennenzulernen und das Gefuehl zu erlangen, dass man in Vietnam unterwegs ist. Taxifahrer und Hotels arbeiten hier zusammen und es ist fast unmoeglich mit dem Taxi auf anhieb an den Ort zu gelangen, wo man tatsaechlich hin will. Die Taxifahrer erhalten eine Kommission, wenn sie den Hotels Touristen bringen. Alle wollen moeglichst viel von den Touristen profitieren und es ist schwer, die ehrlichen Leute von den Abzockern zu unterscheiden. Grundsaetzlich vertrauen wir hier den Menschen viel weniger als bisher.
Seit einigen Tagen sind wir mit Penny unterwegs, eine 62 Jaherige Weltenbummlerin, welche uns eindrueckliche Geschichten aus ihrem Leben erzaehlt. Sie geniesst unsere Gesellschaft und wir finden es spannend zu hoeren, wie sie um die Welt gereist ist und was sie alles erlebt hat. Wir haben immer wieder schoene Begegnungen mit den verschiedensten Menschen. Das macht das Reisen unter anderem so interessant.
Da es viel regnet haben wir mehr Zeit zum shoppen. Hier in Vietnam ist das Kleiderparadies und wenn wir mehr Platz im Rucksack haetten, wuerden wir wohl noch viel mehr einkaufen. Die Roiberin hat sich gestern ein Kleid schneidern lassen und der Roiber hat sich zwei Hemden anfertigen lassen. Soviel Platz muessen wir noch finden irgendwo... In Hoi An geht dann die Shopping Tour weiter. Wir geniessen unsere Reise auch bei Regen, sind in guter Gesellschaft und freuen uns auf weitere Abenteuer. Wie wir gelesen haben, geniesst unsere Roiberkatze Layza ihre Ferien bei unserer Nachbarsfamilie auch in vollen Zuegen, worueber wir uns natuerlich sehr freuen.
Nun versuchen wir noch Fotos in den letzten China Blog einzufuegen, wie wir es euch versprochen haben.